Ein Herz für
die Ukraine

Der Beginn des Krieges in der Ukraine war für uns alle eine beunruhigende Nachricht. Damit einher gehen viele Eindrücke, die gleichwohl erschreckend, als auch unfassbar sind.

Einige Mieterinnen und Mieter des Trautenauer Hofs haben sich in dieser Zeit zusammengetan und eine helfende Hand geboten. Die Geschichte der Betroffenen und Helfenden berührt und vermittelt uns ein Gefühl dessen, was in der Ukraine geschieht und wie hier geholfen wird.

Frau Klingst, Herr Nork, das Ehepaar Meneses und Familie Grabenkamp sind, wenn es um Hilfe für unsere Gäste aus der Ukraine geht, ganz vorne mit dabei.

Durch zum Teil persönlichen familiären Hintergrund in der Ukraine, wird der Umfang und das Ausmaß der betroffenen Menschen bewusst. Die eigene Heimat ist durch den Krieg und die anhaltenden Gefechte zerstört worden. Dabei wird vor allem im Interview deutlich, dass Hilfestellung und Unterstützung bei uns ganz selbstverständlich angeboten wird. Familienmitglieder oder auch Personen, die man selbst nicht kennt, werden in der eigenen Wohnung aufgenommen. Es wird Platz geschaffen, um den Flüchtenden aus dem Kriegsgebiet ein Obdach zu geben und Gastfreundlichkeit zu zeigen.

Frau Meneses: „Meine vier Enkelinnen sind hierher geflüchtet. Wir haben sie von der polnischukrainischen Grenze in einer Nacht-und-Nebel-Aktion abgeholt. Herr Nork hat sich direkt bereit erklärt, seine Wohnung den Mädchen als Unterkunft zur Verfügung zu stellen und konnte in dieser Zeit bei Frau Klingst unterkommen.“

„Die Situation bei uns hat es möglich gemacht. Hilfe ist eine Kettenreaktion. Ich helfe und mir wird geholfen.“, so Herr Nork.

Die Menschen, die hier Zuflucht suchen, flüchten aus verheerenden Zuständen. Für sie ist es sehr schwer, ihre Heimat zu verlassen, da auch sie ihr ganzes Hab und Gut zurücklassen mussten und nur das Nötigste mitnehmen konnten. Besonders groß sind die Ängste um Freunde und Familie, die sich noch in der Ukraine befinden und nicht die Möglichkeit haben, zu flüchten.

Frau Klingst: „Durch das Helfen wird es vom Abstrakten zum Persönlichen!“

Herr Meneses: „Jedes Jahr bin ich sehr gern dort hingefahren und habe die großartige Atmosphäre und die Gastfreundlichkeit genossen. Es ist selbstverständlich, zu teilen und jeder gibt einem das Gefühl, ein willkommener Gast im Land zu sein. An jeder Ecke gab es wunderbare Gespräche!“

Auch unsere Mieterinnen und Mieter helfen, wo sie können. Frau Klingst konnte beispielsweise durch eine Haushaltsauflösung ihres Vaters mit Möbel- und Sachspenden an eine Stiftung für die Flüchtenden, die im Trautenauer Hof untergekommen sind, sehr unterstützen.

Alle stimmen überein, dass Hilfe zu leisten ein gutes Gefühl gibt. Besonders, etwas zu tun, wenn man manchmal machtlos scheint. Für die Solidarität, das Mitgefühl und die Hilfen danken unsere Mieterinnen und Mieter im Namen unserer ukrainischen Gäste. Auch hanova bedankt sich bei allen Beteiligten für das besondere Engagement!